Please wait…

21/04/2017 15:45:34
A A | Print

WOCHENAUSBLICK: Spannende Frankreich-Wahl hält die Börsianer in Atem


FRANKFURT (dpa-AFX) - In der neuen Woche dürfte der Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl das zunächst alles beherrschende Thema an den Börsen sein. Ein Erfolg der Europakritiker könnte den Anlegern sauer aufstoßen. "Die Politik macht das Spiel - die Anleger an den europäischen Börsen warten an der Seitenlinie", heißt es von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Vor der ersten Runde der französischen Wahlen werde kein Investor das Risiko eingehen wollen, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

EXPERTE: RISIKO DES WAHLAUSGANGS NICHT EINGEPREIST

Am europäischen Aktienmarkt sei das Risiko des engen Rennens um den Elysee-Palast nicht eingepreist, glaubt dabei Analyst Sebastian Raedler von der Deutschen Bank. Im Gegenteil: Die Bewertung zeige gestützt auf die weltweite Konjunkturbelebung einen gewissen Vertrauensvorschuss, schrieb der Experte in einer Studie.

Die Wahl in Frankreich am Sonntag gilt denn auch als Schicksalswahl für Europa. Mit der Vertreterin des rechtsradikalen Front National, Marine Le Pen, und dem linksradikalen Jean-Luc Melenchon stellen zwei der Kandidaten den Verbleib des Landes in der Eurozone in Frage. Andererseits will der laut Umfragen aussichtsreichste Kandidat Emmanuel Macron das Land mit Reformen voranbringen.

"Doch wie viel Umfragen wert sind, wissen die Börsen spätestens seit dem Brexit-Votum und dem US-Wahlsieg von Donald Trump", mahnte Analyst Jochen Stanzl vom Wertpapierhändler CMC Markets. Die zwei Kandidaten, die bei der Abstimmung am Sonntag die meisten Stimmen erhalten, kommen in die entscheidende Stichwahl am 7. Mai.

Ein Einzug von Macron und Le Pen in die zweite Runde wäre für die Märkte eher neutral, meint Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Entscheidend wäre bei diesem Ausgang der Abstand der beiden Kontrahenten zueinander. Sollte Macron deutlich vor Le Pen liegen, dürften europäische Aktien sowie der Euro steigen. Überrasche Le Pen jedoch mit einem besseren Resultat, könne mit dem Gegenteil gerechnet werden.

'RENNEN ZWISCHEN MACRON UND FILLON OPTIMAL FÜR DIE BÖRSEN'

Cutkovic zufolge wäre für die Märkte eine zweite Runde mit den beiden extremen Kandidaten Le Pen und Melenchon der schlechteste Fall, wenn auch weniger wahrscheinlich. Der Euro könnte in diesem Fall ziemlich schnell in Richtung 1,04 US-Dollar fallen, glaubt er. Auch die Aktienmärkte kämen stark unter Druck. Laut der Landesbank Helaba dürfte es dann ungemütlich werden: "Eine Kapitalflucht aus Frankreich und Probleme der Banken wären nicht auszuschließen."

Ein Rennen zwischen den moderaten Kandidaten Macron und Fillon hält Cutkovic für das optimale Ergebnis für die Börsen, stuft die Chance für diesen Ausgang aber auch als eher gering ein.

MIT VOLLDAMPF IN DIE BERICHTSSAISON

Neben dem Ausgang der Frankreich-Wahl blicken die Anleger in der neuen Woche auch auf die Berichtssaison der Unternehmen, die beiderseits des Atlantiks in die Vollen geht. Hierzulande ist dabei der Donnerstag der Höhepunkt, wenn allein 15 Unternehmen aus Dax, MDax, TecDax und SDax Quartalsbilanzen vorlegen. Davon kommt mit BASF, der Lufthansa, Bayer, Beiersdorf und der Deutschen Bank ein Drittel aus dem deutschen Leitindex.

Aus dem Dax veröffentlichen zudem am Dienstag der Softwarehersteller SAP und am Mittwoch der Autobauer Daimler sowie die Deutsche Börse Geschäftszahlen. Am Freitag stehen die Zahlen des Industriegase- und Anlagenherstellers Linde auf der Agenda. Hinzu kommen im Wochenverlauf zahlreiche Bilanzen großer US-Konzerne.

EZB-ZINSENTSCHEID AM DONNERSTAG

Der Donnerstag steht zudem im Zeichen des Zinsentscheids der Europäischen Zentralbank (EZB). "Dabei werden die Währungshüter in ihrer Sitzung die französischen Präsidentschaftswahlen kritisch hinterfragen", vermutet die Helaba. Eine geldpolitische Kursänderung sei vor dem Hintergrund der anhaltenden politischen Unsicherheit nicht zu erwarten.

Zum Wochenbeginn stehen zunächst aber mit dem ifo-Geschäftsklimaindex wichtige Daten zur Stimmung in den deutschen Unternehmen in den Fokus. Laut der Postbank dürfte der Index im April von seinem mit 112,3 Punkten höchsten Niveau seit Mitte 2011 auf 112,0 Punkte gesunken sein. Interessieren dürften zum Wochenausklang dann auch noch Zahlen zum Wirtschaftswachstum in den USA für das erste Quartal. "Sie dürften keinen Anlass zur Euphorie bieten", fürchtet die Helaba. Zugleich werde wohl offenbar, dass der Spielraum der US-Regierung in der Finanzpolitik eingeschränkt sei./ajx/mis/he

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

Login required

Username or email:
Password:

To use this function please log-in
If you haven't got an account on boerse-frankfurt.de, you have the opportunity to register regist here for free.

add instrument

pagehit

The following Disclaimer and Information has been prepared by Voltabox AG (the “Issuer”) for the purpose of publishing THE securities prospectus by the issuer. Deutsche Boerse AG does not assume any responsibility for the content of the issuer`s Disclaimer and information.

 

Important Information


 

The information contained on the following web pages is directed only at persons who are resident of or domiciled in the Federal Republic of Germany (“Germany”) or the Grand Duchy of Luxembourg (“Luxembourg”). The following information does not constitute an offer to sell or a solicitation of an offer to buy or subscribe for any securities. No offer of securities of the Issuer is being, or will be, made to the public outside Germany and Luxembourg. The offer in Germany and Luxembourg is being made solely on the basis of the securities prospectus (including any amendments thereto) which has been approved by the German Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) and which has been published on the Issuer’s website. Any investment decision regarding the publicly offered securities of the Issuer should only be made on the basis of the securities prospectus. The securities prospectus is available free of charge from the Issuer (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Germany; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) and on the Issuer’s website (www.voltabox.ag).



The information contained on the following web pages is not an offer of securities for sale or a solicitation of an offer to purchase securities in the United States of America (“United States”), Canada, Australia or Japan. The Issuer’s shares, and the securities offered in the course of the offer, have not been and will not be registered under the US Securities Act of 1933, as amended (“Securities Act”), or with any other securities regulatory authority of any state or other jurisdiction of the United States and may not be offered, sold or delivered within the United States except pursuant to an exemption from, or in a transaction not subject to, the registration requirements of the Securities Act and applicable state securities laws. The Issuer does not intend to register the offer or parts thereof in the United States or make an offer to the public in the United States, Canada, Australia or Japan.



The information contained on the following web pages is not for distribution to persons who are located in the United States, Canada, Australia or Japan or any other jurisdiction where the offer of the securities to the public is not taking place. Any violation of these restrictions may constitute a breach of the securities laws of these countries. The copying, forwarding or other transmission of the content of the following web pages is prohibited.

By clicking the "I AGREE" button below, you warrant that (i) you have read and accepted the foregoing information and restrictions in full and (ii) you are a resident of or domiciled in Germany or Luxembourg, and (iii) you agree not to distribute or forward the information contained on the following web pages to any person who is not a resident of or domiciled in Germany or Luxembourg.

 


We regret that, due to regulatory restrictions, we are unable to provide you with access to the following web pages.