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08/11/2018 21:45:23
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ROUNDUP: Deutsche Pfandbriefbank erhöht erneut Prognose für 2018


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Deutsche Pfandbriefbank wird erneut optimistischer für 2018, bleibt aber mit Blick auf die weitere Entwicklung vorsichtig. "Die Markt- und Wettbewerbsbedingungen in der gewerblichen Immobilienfinanzierung werden im Jahr 2019 noch anspruchsvoller werden", teilte die Bank am Donnerstag in München mit.

Zudem erwartet die Bank höhere Kosten für die Refinanzierung ihres Kreditgeschäfts und rechnet mit zusätzlichen Aufwendungen für Investitionen und neue Auflagen. An der Börse sorgte aber der angehobene Ausblick nachbörslich für deutliche Gewinne.

Im laufenden Jahr läuft es bislang besser als kommuniziert - aus diesem Grund erhöhte die Bank erneut die Prognose. So erwartet das Geldhaus bis Ende 2018 jetzt einen Vorsteuergewinn von 205 bis 215 (2017: 204) Millionen Euro. Bislang hatte der im MDax notierte Konzern 175 bis 195 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Experten hatten die alte Prognose aber ohnehin als sehr konservativ eingestuft. Die von Bloomberg befragten Experten hatten für 2018 bisher ohnehin einen Vorsteuergewinn von 210 Millionen Euro auf dem Zettel.

In den ersten neun Monaten zog der Vorsteuergewinn um elf Prozent auf 171 Millionen Euro an. Analysten hatten mit einem Gewinn in dieser Größenordnung gerechnet. Ergebnistreiber waren vor allem die die positive Entwicklung des Zinsüberschusses, ein stabiler Verwaltungsaufwand sowie ein bereits im zweiten Quartal realisierter Sonderertrag. Dieser rührt aus einem nachträglichen Anspruch aus der Abwicklung der österreichischen Skandalbank Heta, von der die PBB Schuldtitel in dreistelliger Millionenhöhe gehalten hatte.

Der Zins- und Provisionsüberschuss legte in den ersten neun Monaten um elf Prozent auf 338 Millionen Euro zu, während der Verwaltungswand leicht auf 136 Millionen Euro gesunken ist. Die Risikovorsorge blieb mit 10 (Vorjahr 3) Millionen Euro trotz einer Belastung aus der Finanzierung von britischen Einkaufszentren auf niedrigem Niveau. Da die Pfandbriefbank nach wie vor versucht, sich aus dem Preiskampf bei neuen Abschlüssen rauszuhalten, ging das Neugeschäft in den ersten neun Monaten deutlich zurück. Es sei um ein Fünftel auf 5,9 Milliarden Euro gesunken.

Im vierten Quartal erwartet die Bank ein starkes Neugeschäft. Aus diesem Grund peilt Konzernchef Andreas Arndt beim Neugeschäftsvolumen trotz der schwachen ersten neun Monate zumindest das untere Ende der bisher genannten Spanne von 10 bis 11 Milliarden Euro an. Das wäre etwas weniger als 2017. Die Bank hält sich im Zweifel beim Neugeschäft weiter zurück, wenn es nicht profitabel genug oder zu risikoreich ist. Arndt hatte immer wieder betont, dass "Qualität vor Quantität" geht.

So war es der Pfandbriefbank im ersten Halbjahr gelungen, die Marge trotz des harten Wettbewerbs stabil zu halten. Angaben zur Marge im dritten Quartal machte die Bank in der überraschenden Mitteilung am Donnerstag nicht - die detaillierten Ergebnisse will die Bank am Montag (12. November) mitteilen. Die Pfandbriefbank war 2009 aus der notverstaatlichten Skandalbank Hypo Real Estate hervorgegangen und wurde im Sommer 2015 vom Staat zurück an die Börse gebracht.

Der Bund hatte bis zum Frühjahr noch ein Fünftel der Anteile gehalten, sich aber im Mai von dem Großteil seiner Aktien getrennt. Aktuell hält der Bund noch 3,5 Prozent an der Bank, deren Hauptgeschäft die Finanzierung von gewerblichen Immobilien ist. Einen Teil der Papiere hat die RAG-Stiftung übernommen, die jetzt 4,5 Prozent der Anteile besitzt. Nach Bekanntgabe der Eckdaten sowie der erhöhten Prognose zog die Aktie nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate knapp vier Prozent an.

Das Papier war zuletzt allerdings auch unter Druck gestanden. So summierten sich die Verluste seit Ende 2017 bis zum Xetra-Schluss am Donnerstag auf elf Prozent. Seit dem Rekordhoch von 15,50 Euro im Januar beträgt das Minus sogar mehr als 20 Prozent. Zuletzt lag die Aktie mit Kursen von rund 12 Euro auch nur rund zwölf Prozent über dem Ausgabepreis von 10,75 Euro. Die Bank ist an der Börse derzeit rund 1,6 Milliarden Euro wert und damit rund ein Fünftel weniger als der Konkurrent Aareal Bank./zb/fba

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