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13/09/2017 10:35:37
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OTS: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik / Zu geringer Profit: ...


Zu geringer Profit: Elektromobilität - Innovationsbremse Bezahlsysteme

(FOTO)

Frankfurt am Main (ots) -

- VDE veröffentlicht Studie zur Rentabilität von Bezahlsystemen an

Ladetankstellen anlässlich der IAA in Frankfurt

- Technologieverband warnt: "Wir dürfen den Blick für das große Ganze

nicht verlieren, Elektromobilität darf nicht an Kleinigkeiten

scheitern!"

Auf der IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) stehen die

Elektroautos im Mittelpunkt. Dennoch herrscht immer noch Skepsis.

Käufer schrecken mangels Ladeinfrastruktur und Reichweite vom Kauf

zurück, potenzielle Betreiber von Ladetankstellen schrecken

angesichts zu geringer Einnahmen vor dem Bau derselben zurück - ein

klassisches Henne-Ei-Problem. Wie Betreiber mit Anreizen gelockt

werden können, hat jetzt der VDE in der Studie "Ad-hoc-Laden und

spontanes Bezahlen: Wie sich punktuelles Aufladen umsetzen lässt"

untersucht. "Was zunächst banal klingt, birgt viel Sprengstoff in der

Umsetzung", erklärt Dr. Wolfgang Klebsch, Experte für

Elektromobilität im VDE und Autor der Studie. "Während das Betanken

eines Autos mit Verbrennungsmotor an einer Zapfsäule selten mehr als

eine Minute dauert und der Bezahlbetrag meist über 20 Euro liegt,

sind die Verhältnisse an einer Ladesäule für Elektroautos deutlich

ungünstiger", führt Klebsch weiter aus. Das Aufladen an einem 11-kW

Ladepunkt würde beispielsweise, je nach Ladezustand der Batterie, ein

bis zwei Stunden dauern. Und für den Betreiber kämen fünf bis maximal

zehn Euro an Betrag raus. "Die zu erwartenden Margen sind schlichtweg

zu gering. Unter den Voraussetzungen ist keiner bereit, eine

Ladeinfrastruktur aufzubauen und zu betreiben", holt Klebsch aus. Er

untersuchte deshalb im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft

und Energie, wie sich die Kosten für die angebotenen Bezahlsysteme in

Grenzen halten lassen.

Online Bezahlsysteme unrentabel

Die Studie zeigt anhand einer Bewertungsmatrix geeignete

Bezahlsysteme für das Ad-hoc-Laden. Sie fokussiert dabei auf

Geschäftsmodelle für die klassische Ladeinfrastruktur (LIS)-Betreiber

(Stromversorger, Stadtwerke, Roaming-Provider), für

LIS-Quereinsteiger (Autobahnraststätten, Tankstellen, Parkhäuser) und

für Händler und Dienstleister von Mehrwertdiensten (Supermärkte,

Baumärkte, Hotels, Restaurants). Ein überraschendes Ergebnis der

Studie ist, dass die auf der Betreiberseite anfallenden Kosten sehr

breit gestreut sind. Von daher rät Wolfgang Klebsch davon ab,

pauschal auf gängige Online-Bezahlsysteme zu setzen. Denn angesichts

der an Ladesäulen anfallenden geringen Bezahlbeträge und Margen

erweisen sich gerade die einschlägigen Online-Bezahlsysteme via

Smartphone oder Kreditkarten als besonders teuer. Demgegenüber stellt

sich die konservative Prepaid-Bezahlfunktion GiroGo auf EC-Karten für

diese Anwendung als eine für die Betreiber kostenmäßig sehr günstige

Lösung dar, da hier Gebühren von nur 1 bis 4 Cent pro Transaktion

anfallen. "Bei dieser Lösung muss der Nutzer allerdings "mitspielen".

Von ihm wird erwartet, dass er seine Geldkarte regelmäßig mit Bargeld

auflädt", sagt Klebsch. Für den Autofahrer bedeutet das, die

Bequemlichkeit ein Stück weit aufzugeben. Dafür wird das Tanken

billiger.

Für die Redaktion:

Die VDE-Studie "Ad-hoc-Laden und spontanes Bezahlen: Wie sich

punktuelles Aufladen umsetzen lässt" ist im Shop unter www.vde.com ab

Donnerstag, 14. September 2017, erhältlich.

Über den VDE:

Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und

Informationstechnik ist mit 36.000 Mitgliedern (davon 1.300

Unternehmen) und 1.600 Mitarbeitern einer der großen

technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Der VDE vereint

Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach. Die

Themenschwerpunkte des Verbandes reichen von der Energiewende über

Industrie 4.0, Smart Traffic und Smart Living bis hin zur

IT-Sicherheit. Der VDE setzt sich insbesondere für die Forschungs-

und Nachwuchsförderung sowie den Verbraucherschutz ein. Das

VDE-Zeichen, das 67 Prozent der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym

für höchste Sicherheitsstandards. Hauptsitz des VDE ist Frankfurt am

Main. www.vde.com

OTS: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/9158

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_9158.rss2

Pressekontakt:

Bei Bedarf kann die Studie vorab angefordert werden:

Melanie Unseld, Tel.: 069 6308-461, E-Mail: melanie.unseld@vde.com

- Querverweis: Bildmaterial wird über obs versandt und ist

abrufbar unter http://www.presseportal.de/pm/9158/3734007 -

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