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06/04/2016 16:15:26
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Börse Frankfurt-News: Die Orientierung fehlt (Fonds)


FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 6. April 2016. Angesichts der Unsicherheiten am Markt greifen Anleger derzeit am liebsten zu Mischfonds, Aktienfonds finden weniger Gefallen. Zur Not wird einfach in Geldmarkfonds geparkt.

Wegen des unklaren Trends an den Aktienmärkten zeigen sich Fondsanleger unentschlossen - und halten sich tendenziell zurück. "Es fehlen neue Impulse", meint Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. Allerdings gebe es auch keine wirklichen Alternativen zu Aktien, und das nicht erst seit der EZB-Leitzinssenkung im März. "Auf den aktuellen Niveaus waren wir aber schon einmal." Die Stimmung sei daher verhalten. "An einzelnen Tagen waren die Ausschläge durchaus groß, da hatten wir auch hohe Umsätze", berichtet Frank Wöllnitz von der ICF Bank. Ansonsten herrsche aber eher Ruhe. "Gekauft werden fast nur gemischte Fonds."

Die Mitte Februar begonnene Erholungsbewegung am Aktienmarkt hat sich nicht fortgesetzt. Zwar kletterte der DAX von unter 9.500 Punkten vor vier Wochen auf fast 10.100 Ende März, aktuell sind es aber wieder nur 9.538 Zähler.

Am liebsten alles in einem

Vor allem Mischfonds kommen gut an. "Je breiter gestreut, desto besser", stellt Wöllnitz fest. Zugegriffen wurde dem Händler zufolge etwa im Flossbach von Storch Multiple Opportunities (WKN A0M430), im auf europäische Aktien und Anleihen setzenden Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (WKN A0M8H9) und im Kapital Plus (WKN 847625). "An einzelnen Tagen gab es aber auch Verkäufe." Nur Abflüsse meldet der Händler hingegen für den M&G Optimal Income (WKN A0MND8).

Besonders beliebt seien derzeit Fonds, die sich den Kapitalerhalt auf die Fahnen geschrieben haben, etwa der Nordea 1 Stable Return (WKN A0HF3W). Dieser verspricht über die Anlage in Aktien, Anleihen und Geldmarktinstrumenten langfristig stabile Renditen bei einer geringen Volatilität. "Der Fonds wird im Moment nur gekauft", erklärt Wöllnitz.

Weniger Zuspruch für Aktienfonds

Generell sinkt das Interesse der Anleger an deutschen und europäischen Aktienfonds. "Die Umsätze in diesem Bereich sind gegenüber dem Vormonat zurückgegangen", meldet Deisenroth-Boström. Verkäufe beobachtet hat sie im Fidelity Funds European Growth (WKN 973270) und im Allianz Europe Small Cap Equity (WKN A0MPE7), Käufe im DWS Deutschland (WKN 849096) und im Pioneer Funds European Equity Target Income (WKN A1JPBJ).

Relativ wenig um ging bei der Baader Bank auch in Fonds mit internationalen Aktien. "In Einzelwerten sehen wir Zuflüsse", bemerkt Deisenroth-Boström. Als Beispiele nennt sie den UniFavorit Aktien (WKN A47707), den Fidelity Funds Global Dividend (WKN A1JSY0) und den Nordea-1 Global Stable Equity (WKN 591135). Die größten Umsätze mit vielen Käufen verzeichnete abermals der DWS Top Dividende (WKN 984811).

Der DWS Aktien Strategie Deutschland (WKN 976986) ist nach der Schließung aufgrund hoher Mittelzuflüsse nur noch über die Börse zu kaufen. "Das Interesse ist, nach hohen Umsätzen in den Vormonaten, leicht zurückgegangen", berichtet Deisenroth-Boström. Seit 18. März gibt die Deutsche Asset Management als Fondsgesellschaft keine neuen Anteile mehr aus, allein im vergangenen Jahr sollen dem DWS Aktien Strategie Deutschland rund 1,3 Milliarden Euro zugeflossen sein.

Immobilien und Aktien im Schatten

Speziellere Anlagen sind derzeit kein Thema. Nicht viel wissen wollen Anleger etwa von asiatischen Aktien. "Die Haltung bleibt abwartend bis leicht pessimistisch", fasst Deisenroth-Boström zusammen, Abgaben überwögen. Betroffen seien etwa der UBAM Asia Equity (WKN 926387) und der Templeton Asian Growth (WKN A0MZKZ).

Anders als in den ersten Wochen des Jahres ist im Handel mit Immobilienfonds nicht mehr viel los. "Gefühlt haben sich die Umsätze halbiert", bemerkt Wöllnitz. Ein etwas höheres Handelsaufkommen habe es allenfalls im Hausinvest (WKN 980701) gegeben - und zwar in beide Richtungen.

Geldmarktfonds gefragt

Beliebt bleiben der Baader Bank zufolge Geldmarktfonds in Fremdwährungen, vor allem in US-Dollar (WKN 974557). Gut nachgefragt werde aber auch ein Fonds in Schweizer Franken, der Vontobel Swiss Money (WKN 578796).

von: Anna-Maria Borse

© 6. April 2016 - Deutsche Börse AG

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