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09/03/2018 19:05:23
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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gute Börsenwoche endet mit moderaten Gewinnen


PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben eine gute Börsenwoche am Freitag mit moderaten Kursgewinnen beendet. Anders als an der euphorischen Wall Street gab der US-Arbeitsmarktbericht hierzulande letztlich nur wenig Auftrieb. Auch das überraschend geplante Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hatte auf die hiesigen Notierungen vergleichsweise wenig Einfluss. Bereits am Vormittag hatten schwache europäische Konjunkturdaten etwas auf die Stimmung gedrückt.

Der EuroStoxx 50 schloss 0,21 Prozent fester bei 3420,54 Punkten. Auf Wochensicht schaffte der Leitindex der Eurozone damit ein Plus von fast 3 Prozent. Der französische CAC 40 stieg am Freitag um 0,39 Prozent auf 5274,40 Punkte, und für den britischen FTSE 100 ging es um 0,30 Prozent auf 7224,51 Zähler bergauf.

Die vortags kurz vor dem Handelsende an der Wall Stret von Trump beschlossenen Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium stießen zwar international auf viel Kritik. Den Aktienkursen dies- und jenseits des Atlantik konnte das aber mittlerweile kaum mehr etwas anhaben.

In den USA profitiert die Wirtschaft weiter von einem robusten Arbeitsmarkt. Während die Beschäftigung im Februar überraschend stark zulegte, blieb die zuletzt stark beachtete Lohnentwicklung hinter den Erwartungen zurück. Außerhalb der Landwirtschaft seien 313 000 neue Stellen geschaffen worden, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Das ist der stärkste Aufbau seit Juli 2016.

Dagegen fielen die jüngsten europäischen Konjunkturnachrichten mäßig aus. Der deutsche Außenhandel war schwach ins Jahr gestartet, und Industrieproduktionsdaten aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien blieben allesamt hinter den Erwartungen zurück.

Im europäischen Branchenvergleich hatten die Rohstoffunternehmen die Nase vorn: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 gewann 1,60 Prozent. Dagegen gab der Index der Immobilienunternehmen als Schlusslicht in der Übersicht um 0,84 Prozent nach.

Im Swiss Market Index (SMI) waren die Aktien der UBS mit minus 0,49 Prozen einziger Verlierer. Die Schweizer Großbank hatte ihre 2017 verbuchten Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten seit der Veröffentlichung der Eckdaten im Januar nochmals erhöht. Der Gewinn vor Steuern für das Gesamtjahr beträgt damit neu knapp 5,3 Milliarden statt der ursprünglich gemeldeten 5,4 Milliarden Franken.

Die Papiere von Lagardere sackten nach Jahreszahlen und negativen Analystenkommentaren um 7,32 Prozent auf 22,30 Euro ab, was den niedrigsten Stand seit Oktober 2016 bedeutete. Der französische Medienkonzern vermeldete zum Jahresende 2017 einen um 40 Prozent gesunkenen freien Mittelzufluss. Kepler-Analyst Charles-Louis Scotti bemängelte zudem den unerwartet niedrigen Nettogewinn und reduzierte sein Kursziel für die Aktie.

Ansonsten bewegten Unternehmensnachrichten aus Großbritannien die Kurse. Die Papiere von GKN gehörten mit plus 3,25 Prozent zu den Favoriten der Anleger im "Footsie", nachdem der Autozulieferer den US-Konkurrenten Dana im Kampf gegen ein Übernahmeangebot als sogenannten "weißen Ritter" ins Boot geholt hatte. GKN will sich mittels einer Teilfusion mit Dana vor dem Kauf durch den Industriekonzern Melrose retten - dessen Aktien gewannen daraufhin gut 4 Prozent.

Die Autozuliefersparte von GKN soll durch Dana übernommen werden. 3,5 Milliarden US-Dollar sollen in Aktien fließen, zudem weitere 1,6 Milliarden Dollar in bar. Obendrauf kommen noch Pensionsverpflichtungen für rund 1 Milliarde Dollar. GKN spaltet sich derzeit in einen Auto- und einen Luftfahrtzulieferer auf, um die 7,2 Milliarden Pfund schwere Offerte von Melrose abzuwehren.

Bei Inmarsat stand ein Kursrutsch von fast 7 Prozent zu Buche. Der Betreiber eines Mobilfunkdienstes über Satelliten kündigte eine Dividendensenkung an, um mehr in Breitband-Technologien investieren zu können.

Dagegen zogen die Anteilsscheine von BAE Systems um über 2 Prozent an, nachdem Saudi-Arabien bestätigt hatte, bei dem Rüstungs- und Luftfahrtkonzern 48 Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter Typhoon kaufen zu wollen./gl/she

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