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12/01/2018 20:55:23
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Börsen-Zeitung: Im Schatten Saudi Aramcos, Marktkommentar von Dietegen

Müller

Frankfurt (ots) - Kurzzeitig über 70 Dollar mussten in dieser

Woche für ein Fass Rohöl der Sorte Brent Crude bezahlt werden - so

viel wie seit Dezember 2014 nicht mehr. Es ist eine der

Überraschungen im noch jungen Jahr, dass die Mitte 2017 eingesetzte

Aufwärtsbewegung des Ölpreises bisher unvermindert weitergeht.

Natürlich liegt dies auch an dem zu Schwäche neigenden Dollar und

Umrechnungseffekten, aber nicht nur. Der Ölminister von Iran hat

bereits erklärt, die Organisation Öl exportierender Staaten (Opec)

sei nicht an einem Ölpreis von über 60 Dollar interessiert, da sonst

die US-Schieferöl-Wettbewerber einen großen Anreiz hätten, ihre

Produktion auszuweiten und Marktanteile gewinnen könnten. Iran selbst

will die Produktion mit ausländischen Investitionen deutlich

steigern, doch hängt über dem Land stets das Damoklesschwert von

Sanktionen. Wenn Iran weiter ungestört Öl fördern kann, dürfte dies

in der Tendenz einen leicht preisdämpfenden Effekt haben.

Keine Preisdeckelung

Das noch vor wenigen Monaten plausibel anmutende Szenario einer

Deckelung des Ölpreises bei rund 55 bis 60 Dollar je Barrel hat sich

nicht eingestellt. Einige Analysten hatten erwartet, dass anziehende

Ölpreise zu einer steigenden Produktion der flexiblen

US-Schieferölproduzenten führen würden und damit die von der Opec

beschlossene, bislang erstaunlich diszipliniert umgesetzte

Förderbegrenzung aushebeln - und damit den Ölpreis wieder drücken.

Ende November hatte sich die Opec unter Einbezug von Russland

darauf verständigt, die Förderkürzungen um 1,8 Mill. Barrel pro Tag

(bpd) um neun Monate bis Ende 2018 zu verlängern. Saudi-Arabien hatte

sich damit gegen Russland durchgesetzt, das eine Verlängerung von nur

sechs Monaten wollte. Damit ging das Kartell das Risiko ein,

angesichts einer steigenden Nachfrage über das Ziel der

Wiederherstellung des Marktgleichgewichts hinauszuschießen.

Denn die Kapazitäten der US-Ölproduzenten reichen wohl nicht aus,

um den Preisanstieg zu deckeln. Die Nachfrage nach dem schwarzen Gold

scheint im synchron ablaufenden globalen Wirtschaftsaufschwung

stärker anzuziehen als gedacht. Unter anderem wird auf China

verwiesen: 2017 hat die Volksrepublik durchschnittlich 8,41 Mill.

Barrel pro Tag importiert oder 10% mehr als 2016 - ein Rekordwert,

der das Land zum größten Rohölimporteur vor den USA macht. Chen Zhao,

Gründer des Researchhauses Alpine Macro, wies im November im Gespräch

mit dieser Zeitung auch auf die möglicherweise stark steigende

Ölnachfrage aus Indien hin.

Auch wenn die Gefahr des Überschießens besteht: Saudi-Arabien

kommt die Rally am Ölmarkt kaum ungelegen. Das Land will einen der

größten, wenn nicht den größten Börsengang je durchziehen. Bis zu 5%

am staatlichen Öl- und Gasgiganten Saudi Aramco sollen dieses Jahr an

die Börse gebracht werden. Laut Reuters ist abgesehen von der

Erstnotiz an der Börse in Riad auch Hongkong, London und New York als

möglicher Platz für eine Zweitnotierung im Gespräch.

Die Bewertung von Saudi Aramco hängt stark vom Wert der

konzerneigenen, nicht ausgeschöpften Ölreserven ab. Der saudische

Kronprinz Muhammad bin Salman hatte den Wert der Gruppe einmal auf 2

Bill. Dollar geschätzt. 5% Anteil wäre damit 100 Mrd. Dollar wert -

was in den Augen von Analysten als viel zu hoch angesetzt gilt. Ein

steigender Ölpreis macht es deshalb für den Golfstaat einfacher,

einen hohen Emissionserlös durchzusetzen, da der Wert der

Aramco-Reserven höher angesetzt werden kann. Ein höherer Ölpreis

liege somit im Interesse Saudi-Arabiens. Dies spreche gegen eine

"vorschnelle Kehrtwende in der Opec-Förderpolitik", meint etwa die

Commerzbank.

Der Wert von Saudi Aramco ist aber auch abhängig von den

weltweiten Fortschritten in der Reduktion der Treibhausgasemissionen,

meint die Umweltgruppe Oil Change International. Sie schätzt, dass

112 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen würden, wenn

alle Ölreserven des Konzerns verbrannt würden. Dies sei rund ein

Siebtel aller weltweiter Emissionen, die in einem CO2-Budget mit dem

Zwei-Grad-Klimaziel vorgesehen seien. Eine Einhaltung dieses Ziels

würde den Wert von Aramco mindern.

Vorerst blickt der Markt vor allem auf die Nachfrageseite. Was für

Rohöl gelte, sei für den Rohstoffsektor insgesamt ein Thema, meint

Jan Edelmann, Rohstoffanalyst bei der HSH Nordbank. Die anhaltende

Backwardation und damit positive Rolleffekte "gepaart mit dem

stärksten globalen Nachfrageschub seit Beginn der Finanzkrise sowie

das synchrone globale Wachstum" sprächen für Rohstoffe. In der

Backwardation sind die Notierungen am Terminmarkt niedriger als am

Kassamarkt - ein Zeichen starker Nachfrage.

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