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13/09/2018 20:35:23
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Börsen-Zeitung: Geldpolitische Revolution, Kommentar zur Türkei von

Julia Wacket

Frankfurt (ots) - Wer die wirtschaftspolitische Situation in der

Türkei beobachtet, fühlt sich spätestens seit diesem Sommer an Zeiten

des europäischen Absolutismus erinnert. Totale Kontrolle, ewiges

Regieren, dynastisches Denken hat man früher eher mit französischen

Königen in Verbindung gebracht - heute sieht man dies auch in der

Türkei.

Nur wenige Tage nach seiner Amtsvereidigung begann Staatschef

Recep Tayyip Erdogan seinen Allmachtanspruch über die finanziellen

Institutionen im Land umzusetzen. Erst folgte die Besetzung von

Schlüsselämtern mit familiären Getreuen, die schleichende Entmachtung

der Zentralbank und schließlich die Übernahme der Chefrolle des

türkischen Staatsfonds. Umso erfreulicher ist es, dass die Notenbank

nun die ersten Zeichen einer (geldpolitischen) Revolution gesetzt

hat. Obwohl Erdogan die Währungshüter nur wenige Stunden vorher

erneut attackiert hatte, entschlossen sie sich, den Leitzins um 625

Basispunkte auf 24 Prozent anzuheben und überraschten damit nicht nur

die Märkte, sondern wahrscheinlich auch Erdogan selbst.

Die Notenbank erkämpft sich mit dem Schritt ein Stück ihrer

verlorenen Unabhängigkeit zurück. Aber ob das reichen wird, um die

Lira-Krise zu stoppen? Wohl kaum. Denn die Hauptprobleme bleiben - so

sehr Erdogan sich das auch wünschen mag - nicht die Zentralbank oder

böse ausländische Investoren, sondern die instabile Wirtschaft und

Erdogan selbst. Solange Erdogan die Notenbank angreift, bleibt ihre

Glaubwürdigkeit beschädigt. Solange die Regierung nicht endlich

Reformen angeht, um das Wachstum breiter aufzustellen, steht die

nächste Rezession bald vor der Tür. So lange der Privatsektor seine

hohe Fremdwährungsverschuldung von gut 300 Mrd. Dollar nicht in den

Griff bekommt, drohen Unternehmen und Banken Insolvenzen. Werden

diese hausgemachten Probleme nicht angegangen, wird die Lira bald

wieder fallen. Es könnte zu Ansteckungsgefahren anderer

Schwellenländer kommen, die ihre Fundamente stabilisiert hatten und

dann doch in eine Krise mitgerissen werden.

Mutigere Schritte wie eine weitere Leitzinsanhebung auf 30

Prozent, fiskalische Disziplin oder Hilfe vom IWF sind daher nötig -

doch mit einem Präsident Erdogan auch genauso unwahrscheinlich. Es

bleibt zu hoffen, dass, je schwerer die Krise auf den Bürgern lastet

und je mehr Erdogan deren Freiheiten einschränkt - die Restriktion

von Immobiliengeschäften ist ein Beispiel - sie sich der Revolution

anschließen. Auch 1791 waren es die Bürger, die Ludwig XVI. vom Hof

gejagt haben.

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