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07/08/2017 19:05:39
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Fipronil-Verdacht: Aktuell 51 Geflügelbetriebe in Belgien gesperrt


BRÜSSEL (dpa-AFX) - In Belgien sind aktuell noch 51 Geflügelbetriebe wegen eines Fipronil-Verdachts gesperrt. Das gab die Lebensmittelsicherheitsbehörde FASNK am Montag bekannt. 22 der Höfe sind Legehennen-Betriebe, bei 20 davon wurde das Insektengift festgestellt, bei zwei weiteren laufen die Analysen noch. Ein weiterer Hof - möglicherweise ein Zucht- oder Mastbetrieb - wies ebenfalls Auffälligkeiten auf.

Der höchste gemessene Wert lag laut FASNK bei 0,096 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg). Gesundheitsrisiken gibt es laut EU-Grenzwerten erst ab 0,72 mg/kg. Allerdings müssen schon Eier mit 0,005 Milligramm vom Markt genommen werden, weil das Insektengift Fipronil gar nicht in die Lebensmittelkette gelangen soll. "Bis zum heutigen Tag, dem 7.8. 2017, weist keine der analysierten Proben auf eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit hin", heißt es in der Mitteilung der Behörde.

Ursprünglich waren insgesamt 86 Einrichtungen gesperrt worden, darunter auch Zucht- und Mastbetriebe. Mehrere Dutzend Landwirte dürfen also mittlerweile wieder liefern. Aktuell werden laut FASNK alle Legehennen-Betriebe überwacht, die möglicherweise von Verunreinigungen betroffen sein könnten. Es geht um etwa 200 Unternehmen.

An dem von Belgiens Agarminister Denis Ducarme geforderten Bericht über interne Abläufe werde gearbeitet, bekräftigte die FASNK. Die Behörde war in die Kritik geraten, als am Wochenende bekannt wurde, dass sie schon Anfang Juni von einem ersten Verdachtsfall wusste. Andere EU-Staaten wurden erst am 20. Juli informiert./hrz/DP/tos

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