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17/03/2017 12:05:30
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Aktien Frankfurt: Dax tut sich zum 'Hexensabbat' mit Richtungssuche schwer


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich zum "Hexensabbat" nach einem schwachen Start berappelt. Der deutsche Leitindex machte seine Verluste am Freitag bis zum Mittag wett und notierte nahezu unverändert bei 12 083,70 Punkten. Der große Verfallstag für Futures und Optionen an der Terminbörse Eurex geht oftmals mit größeren Schwankungen einher. So können Spekulanten versuchen, Kurse vor der Realisierung der Derivategeschäfte in die gewünschte Richtung zu treiben. Am Nachmittag könnten dann noch Konjunkturdaten aus den USA Impulse liefern. Neben der Industrieproduktion steht die von der Uni Michigan erhobene Verbraucherstimmung auf der Agenda.

Der Index der mittelgroßen Unternehmen MDax sank um 0,32 Prozent auf 23 588,90 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,16 Prozent auf 1985,25 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg hingegen moderat.

Am Vortag hatten die Anleger noch positiv auf eine eher ruhige Hand der US-Notenbank Fed reagiert. Sie hatte zuvor nach der erwarteten Zinserhöhung signalisiert, bei weiteren Schritten umsichtig vorzugehen. Der Dax war daraufhin bis auf 12 156 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit April 2015 gesprungen. Mit Blick auf das Kursbild bleibe der Aufwärtstrend zwar intakt, das kurzfristige Potenzial erscheine aber begrenzt, erklärte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. So sei der Dax nahe ans obere Ende seiner kurzfristigen Trendspanne gestiegen.

EON SAMMELT FRISCHES GELD EIN

Auf der Unternehmensseite stand eine Kapitalerhöhung des Energiekonzerns Eon im Fokus, dem nun etwa 1,35 Milliarden Euro in die Kasse fließen. Trotz der Anteilsverwässerung legten die Papiere um 0,75 Prozent zu. Mit der nun erfolgten Bilanzaufbesserung sei einer der größten Unsicherheitsfaktoren für die Aktie beseitigt, schrieb Analyst Peter Crampton von der australischen Bank Macquarie in einer Studie. Nun könne eine Erholung einsetzen.

Die Aktien der Lufthansa nahmen den Schwung vorm Vortag mit und stiegen auf den höchsten Stand seit Mitte 2014. Zuletzt notierten sie als einer der Favoriten im Dax 2,47 Prozent im Plus. Am gestrigen Donnerstag hatte die Fluggesellschaft mit ihrem Geschäftsausblick überzeugt.

FRAPORT STEIGT NACH ZAHLEN - STADA UNTER DRUCK

Fraport -Aktien kletterten um mehr als 4 Prozent nach oben. Die Zahlen für 2016 hätten zwar nicht überzeugt, doch liefere der gute Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr Rückenwind, hieß es aus dem Handel.

Für die Aktien des wegen eines Übernahmepokers im Fokus stehenden Arzneimittelherstellers Stada ging es hingegen um 0,35 Prozent auf 56,64 Euro nach unten. Das Unternehmen vertagte Gespräche mit interessierten Beteiligungsgesellschaften, da es die indikativen Gebote für zu niedrig hält. Aktuell stehen 58 Euro je Aktie im Raum. Analysten sehen allerdings nur bedingt Spielraum nach oben, da Beteiligungsgesellschaften in der Regel nicht bereit sind so tief in die Tasche zu greifen wie etwa strategische Investoren. Positiv kam bei den Anlegern eine Erhöhung der Wachstumsziele für 2019 an. Der Aktien verringerten daraufhin ihr Minus.

FRANKREICHS FINANZSTAATSANWÄLTE ERMITTELN GEGEN AIRBUS

Dem Flugzeugbauer Airbus droht derweil weiteres Ungemach durch die Behörden. Nach der britischen Anti-Korruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) nahm nun auch die französische Finanzstaatsanwaltschaft Vorermittlungen auf. Airbus zufolge geht es dabei um dieselben Vorwürfe. Es soll nach Angaben vom August 2016 "Betrug, Bestechung und Korruption" bei Geschäften der zivilen Luftfahrtsparte von Airbus gegeben haben. Die Vorwürfe beträfen Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Beratern einer "dritten Partei". Die Airbus-Anteilsscheine fielen um 1,60 Prozent.

Im Dax zählten die Aktien der Autobauer angesichts der jüngsten Kursgewinne des Euro zu den größten Verlierern. Ein starker Euro kann die Geschäfte exportorientierter Unternehmen belasten. Die Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen gaben zwischen rund einem halben und etwa anderthalb Prozent nach./mis/stb

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