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20/04/2017 15:05:31
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Aktien Frankfurt: Dax pendelt sich knapp über 12 000 Punkten ein


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Donnerstagnachmittag beruhigt. Nach anfänglichem Pendeln von bis zu 110 Punkten stabilisierte sich der Dax im Handelsverlauf knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 12 000 Punkten. Zuletzt notierte er 0,03 Prozent im Plus bei 12 020,10 Zählern. Im frühen Handel war der deutsche Leitindex bis auf 11 941 Punkte gesunken.

"Vor den Wahlen in Frankreich am Sonntag möchten die Anleger keine großen Risiken eingehen. Deshalb ist eine Fortsetzung der Konsolidierung rund um die 12 000-Punkte-Marke wahrscheinlich", erklärte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Und Börsenexperte Jochen Stanzl von CMC Markets stellte fest: "Die Luft ist raus aus der Trump-Rally."

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, sank am Donnerstag um 0,16 Prozent auf 23 954,66 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,03 Prozent auf 2013,41 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,40 Prozent aufwärts.

ERSTE BEGEISTERUNG ÜBER BMW-ZAHLEN WEICHT ERNÜCHTERUNG

Nach Eckdaten für das erste Quartal sprangen die Aktien von BMW zunächst 1,6 Prozent nach oben, drehten dann aber rasch wieder ins Minus. Zuletzt wurden sie mit einem Kursabschlag von 0,2 Prozent gehandelt. Umsatz und Gewinn hätten durchaus überzeugt, hieß es am Markt. So avisierte BMW ein operatives Eregebnis für die Autosparte von gut 1,8 Milliarden Euro. Jefferies-Analyst Philippe Houchois hatte lediglich mit 1,6 Milliarden Euro gerechnet. Die Signale für das Gesamtjahr bleiben allerdings unverändert verhalten. So peilt BMW weiter nur eine leichte Ebit-Steigerung an.

Die Papiere der Gea Group fielen nach vorläufigen Zahlen für das Startquartal um 1,7 Prozent. Ein Börsianer monierte den schwachen Auftragseingang und die sehr niedrige Marge. Der Anlagenbauer habe den Ausblick auf 2017 zwar bekräftigt, doch dies könnte sich ändern. Ungeachtet des laufenden Aktienrückkaufprogramms sollten die Papiere unter Druck bleiben, hieß es.

BERICHT ÜBER SPARPLÄNE FÜR ANTRIEBSGESCHÄFT STÜTZT CONTI

Continental-Aktien profitierten von einem Medienbericht über Sparpläne für den Geschäftsbereich Antriebe. Zuletzt notierten die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers 0,4 Prozent höher und gehörten damit zu den attraktiveren Dax-Werten. Conti plane für das Segment Powertrain ein Effizienzprogramm und werde Details dazu in wenigen Tagen bekanntgeben, sagte Konzernchef Elmar Degenhardt der Nachrichtenagentur Bloomberg auf der Automesse in Shanghai.

Die Papiere der Salzgitter AG reagierten mit einem Minus von 2,4 Prozent auf verhaltene Analystenstudien und waren damit Schlusslicht im MDax. So hatte das Analysehaus Jefferies die Anteilsscheine des Stahlkonzerns von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel deutlich gesenkt. Auch die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte ihr Kursziel merklich reduziert. Aber auch die Thyssenkrupp-Aktien büßten - nicht zuletzt wegen erneut fallender Rohstoffpreise - kräftig an Wert ein.

SPEKULATIONEN UM AUFSPALTUNG STÜTZEN RHEINMETALL

Die Aktien von Rheinmetall kletterten um knapp 1 Prozent auf 82,09 Euro und rückten ihrem Rekordhoch bei 83 Euro näher. Für etwas Fantasie sorgte am Vortag ein Börsenbrief-Bericht über eine mögliche Abspaltung der Automotive-Sparte und einer Fusion des Rüstungsbereichs mit dem Marine-Schiffsbau von Thyssenkrupp. Ein Experte rechnet allerdings nicht mit einem großen Schlag, sondern mit kleineren, ergänzenden Zukäufen.

Nach Bekanntgabe der Umsatzzahlen für das erste Quartal verteuerten sich die Aktien von Zooplus um mehr als 4 Prozent. Die Erlöse des Onlinehändlers für Heimtierbedarf seien wie erwartet ausgefallen, stellte Commerzbank-Analyst Andreas Riemann fest. Den jüngsten Kurssprung führte der Experte auf Übernahmeaktivitäten in der Branche zurück.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,02 Prozent am Vortag auf plus 0,03 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,31 Prozent auf 142,37 Punkte. Der richtungweisende Bund Future verlor 0,32 Prozent auf 162,77 Punkte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,0752 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf auf 1,0725 US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9324 Euro gekostet./edh/fbr

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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